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Ein neuer Weg in der Neurologischen Rehabilitation

Die Rehabilitation der Arm- und Handfunktionen z.B. nach einem Schlaganfall stellt immer noch eine große Herausforderung dar. Während sich die Funktionen des Beines meist relativ gut regenerieren, bleibt in den meisten Fällen nach einem Schlaganfall der betroffene Arm a-funktionell. Unter anderem darum werden neue Therapiemethoden wie z.B. Video- oder Spiegeltherapie wissenschaftlich erforscht. Spiegeltherapie ist eine relativ einfach auszuführende, neue kognitive Therapiemethode, die auf verschiedene Krankheitsbilder anwendbar ist. Hierzu gehören der Schlaganfall, (Phantom)schmerzen nach Amputationen, das Sudeck-Syndrom und andere periphere Schmerzzustände. In mehreren klinischen Studien wurde bereits ein positiver Effekt der Therapie nachgewiesen.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse werden innerhalb des Vortrages ebenso besprochen, wie die praktische Umsetzung der Therapie.
Nach Abschluss der Weiterbildung können die Teilnehmer auf Wunsch in das Spiegeltherapie-Register (www.spiegeltherapie.com) aufgenommen werden.

Ziele

Andreas Rothgangel,

Epidemiologe, Msc, Physiotherapeut, B.Sc.

Inhalte

A. Der theoretisch-wissenschaftliche Hintergrund der Spiegeltherapie:  
- Was ist das Spiegelneuronensystem und welche Bedeutung hat es für die Spiegeltherapie?
- Was verbirgt sich hinter der Theorie des learned non-use Phänomens und wie wirkt Spiegeltherapie hierauf ?
- Welche Bedeutung kommt dem visuellen Kortex zu und welche neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es im Bezug auf die kortikale Repräsentation des Körperschemas ?
- Evidenz der Spiegeltherapie: Wie gut sind die klinischen Effekte der Spiegeltherapie wissenschaftlich belegt ?  
B. Die praktische Anwendung der Therapie nach einem Schlaganfall  
- Praktische Umsetzung der Therapie bei verschiedenen Symptomen nach einem Schlaganfall (obere Extremität).

- Praktische Umsetzung der Therapie bei verschiedenen Symptomen nach einem Schlaganfall (untere Extremität). Die Therapiemöglichkeiten bei Neglectpatienten und Thalamussyndrom.

- Die praktische Anwendung der Therapie bei anderen Krankheitsbildern: Phantomempfindungen (Missempfindungen, Schmerz) nach Amputationen der oberen und unteren Extremität.

- Die Anwendung beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS).

- Die Anwendung bei peripheren Überempfindlichkeiten nach chirurgischen Eingriffen.  
C. Geeignete Testverfahren zur Evaluation der Therapie  

Methoden/Arbeitsweisen
Powerpoint-Präsentationen, Patientendemonstration, Fallbeispiele, Eigenständiges Arbeiten mit dem Spiegel, Evaluation/Diskussion am Ende des Seminars.

Zielgruppen
ErgotherapeutIn, PhysiotherapeutIn, Arzt/Ärztin, Neuropsychologe/in

Teilnahmevoraussetzungen
Keine

Termine 2010:

Datum:  Seminarort:  Kurs-Nr. 
05.06.2010  Bad Münder   1445 (ausgebucht)  
15.10.2010   Bad Münder   1445  

Termine 2011:

Datum:  Seminarort:  Kurs-Nr. 
26.03.2011  Bad Münder   1706 
18.06.2011  Bad Münder   1707 
19.11.2011  Bad Münder   1708 

Weitere Kursinformationen:

Teilnehmerzahl:  20 
Unterrichtseinheiten: 
Fortbildungspunkte:  8  
Seminarzeiten:   09.30 Uhr - ca. 16.30 Uhr  
Kosten: (incl. Material und Verpflegung)   165 EUR  
Seminarleitung:  Andreas Rothgangel,
Epidemiologe, Msc
Physiotherapeut, B.Sc.